EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Recklinghausen Hauptbahnhof von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bau und Streckeneröffnung

Die Bauarbeiten an der Strecke von Wanne über Haltern nach Recklinghausen begannen im März 1868. Sie wurde von den Cöln- Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME) am 1. Januar 1870 eröffnet. Das Empfangsgebäude Recklinghausen Hbf Der festlich geschmückte Zug, gezogen von der Lokomotive „Friedrich König“ erreichte von Haltern kommend den Bahnhof am 8. Oktober 1869. Der Güterverkehr wurde am 1. Januar 1870 aufgenommen. Auch hier baute die CME zunächst als Provisorium ein traufenständiges, zweistöckiges Fachwerkgebäude mit Satteldach, das von einem etwas schmaleren, zweistöckigen Fachwerkanbau flankiert wurde. Ein Güterschuppenanbau am südwestlichen Giebel vervollständigte das Stationsgebäude. Das provisorische Bahngebäude wurde 1883 abgebaut und in Ründeroth wiederaufgebaut. Danach begannen die Bauarbeiten für ein neues Stationsgebäude, das 1884 eröffnet wurde. Es war ein mehrgliedriges, zweistöckiges Klinkerbauwerk, das durch drei giebelständige Querbauten strukturiert wurde. Etwas nördlich davon war ein Güterboden mit Ladestraße und Abstellgleisen entstanden.

Weitere Ausbauten oder Änderungen

1905 wurde die Bahnstrecke Hamm - Oberhausen in Betrieb genommen und der Bahnhof in Recklinghausen Hauptbahnhof umbenannt.

Das zweite Empfangsgebäude

Ein neues Stationsgebäude wurde 1905 direkt neben dem Gebäude von 1884 errichtet. Der Putzbau besaß eine große Schalterhalle mit Walmdach und Fledermausgauben. Er wurde an beiden Seiten durch einstöckige Flachbauten ergänzt. Der Gebäudesockel bestand aus Bruchstein. In der Schalterhalle gab es Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Zugänge zu den Warteräumen und dem Bahnhofsrestaurant. Ein Personen- und Gepäcktunnel führte zum Mittelbahnsteig.

Weitere Ausbauten oder Änderungen

1910 erhielt der Bahnhof ein Bahnbetriebswerk, das bis 1970 eigenständig war. Am 1. April 1945 gab es einen Bombenangriff auf den Bahnhof. Dabei wurde der östliche Gebäudeflügel total zerstört, der nach dem Zweiten Weltkrieg durch Baracken notdürftig ersetzt wurde. 1955 erfolgte der Abriss des alten Bahnhofgebäudes.

Das dritte Empfangsgebäude

1962 eröffnete die Deutsche Bundesbahn (DB) ein neues Empfangsgebäude. Der Uhrenturm als Klassiker dieser Zeit wurde hier verwirklicht. Die zweigeschossige Schalterhalle mit Gaststätte und einem flachen Expressgutbereich ist in dieser Kombination ungewöhnlich. Man verzichtete auch auf eine Vertikalgliederung der Halle.

Weitere Ausbauten oder Änderungen

1991 wurde Recklinghausen in das Intercity-Netz eingebunden. Im Jahr 2000 sanierte die DB die Fassade durch eine Verkleidung, die das charakteristische Gesamtbild des Bahnhofs der 1950er-Jahre stark verändert hat. 2012 wurde ein neuer Osteingang zum Hauptbahnhof gebaut. Der Uhrenturm erhielt 2018 einen roten Anstrich.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude wurde mehrfach saniert und ist im Wesentlichen im Zustand von 1962 erhalten.
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