EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Recklinghausen Süd von der Gleisseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Bauarbeiten der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME) an der Strecke von Wanne-Eickel nach Hamburg begannen im März 1868. Am 1. Januar 1870 wurde der 10,37 Kilometer lange Teilabschnitt von Wanne-Eickel nach Recklinghausen in Betrieb genommen. 1873 beantragten die Zeche Recklinghausen 1 und die Coppenrathsche Fabrik einen Gleisanschluss, der auch für den Personenverkehr genutzt werden sollte. Die CME lehnte den Antrag ab. Der Druck auf die Bahngesellschaft wuchs aber derart, dass die Anschlüsse am 1. Dezember 1880 in Betrieb genommen wurden. Das Empfangsgebäude Recklinghausen Süd Das Stationsgebäude war ein provisorisches, kleines Rechteckgebäude aus Fachwerk mit Satteldach, wie es von der CME anfangs meistens errichtet wurde. Dazu kam ein kleiner Güterschuppen. Das Provisorium wurde 1886 abgebaut und in Derschlag wiederaufgebaut. Ein Neues trat an seine Stelle. Das zweite Empfangsgebäude Das weitgehend symmetrische, einfache Fachwerkgebäude hatte einen giebelständigen, zweistöckigen Mittelbau mit flachem Satteldach, der an beiden Seiten von einstöckigen, traufenständigen Anbauten mit Satteldach flankiert wurde. Im Gebäude gab es einen Warteraum und einen Fahrkartenschalter sowie Diensträume. Zum Überqueren der Gleisanlage wurde eine eiserne Fußgängerbrücke gebaut. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1897 erfolgte die Umbenennung des Bahnhofs von Bruch in Recklinghausen Süd. Am 1. Oktober 1901 wurde die 2,36 Kilometer lange Verbindungsbahn von Recklinghausen Süd zum Stellwerk Hgn in Betrieb genommen. Die 5,30 km lange Verbindung zwischen Recklinghausen Ost und Recklinghausen Süd wurde am 2. Oktober 1905 für den Güterverkehr freigegeben. In den 1970er Jahren modernisierte die Deutsche Bundesbahn (DB) den Bahnhof. Dabei wurden die Verbindungsgleise zur stillgelegten Zeche, das Bahnhofsgebäude von 1886 und die eiserne Fußgängerbrücke abgerissen und durch einen Seiten- und Inselbahnsteig sowie ein Stellwerk ersetzt. 1998 erfolgte der Ausbau für den S-Bahn-Betrieb. Die Gleisanlage wurde auf das Notwendigste zurückgebaut. Was hat sich verändert, was ist geblieben Neben einem vorgelagerten, mehrgleisigen Abstellbahnhof sind nur noch die Bahnsteiganlagen für den S-Bahn-Betrieb vorhanden.
Bahnhof um 1905
Bilder Bruch
Luftaufnahme
Bahnhof um 1905 ahnbauten mehr zum Thema hier  B Bahnstation Recklinghausen Süd Bahnstation Recklinghausen Süd Wanne-Eickel - Hamburg Wanne-Eickel Hbf Hamburg Hbf Planung und Konzession