EINE DOKUMENTATION
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Bau und Streckeneröffnung Der Bahnhof Ratingen (BM) wurde am 1. Februar 1872 von der Bergisch- Märkischen Eisenbahn (BME) zusammen mit der „unteren Ruhrtalbahn“ für den Personen- und am 12. Februar 1872 für den Güterverkehr eröffnet.

Das Empfangsgebäude Ratingen Ost

Das giebelständige, zweistöckige Stationsgebäude mit Walmdach und Dachgauben im Stil des Klassizismus errichtet, besaß an Orts- und Gleisseite jeweils einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt). Im Erdgeschoss waren Rundbogenfenster und Türen im Obergeschoss Rechteckfenster verbaut worden. Die Fensterfirste wurden farblich hervorgehoben. Ein Gurtgesims (an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt), trennte optisch die Stockwerke. Ein Güterschuppen sowie eine Viehverladerampe befanden sich südlich des Stationsgebäudes. Ein Abtrittgebäude war in Norden entstanden. Erst später wurde das Stationsgebäude erweitert. Es erhielt einen traufenständigen, einstöckigen Verbindungsbau, der durch einen giebelständigen, Gebäudeteil abgeschlossen wurde. Die Anbauten verfügten über Satteldächer. Der ganze Hausbahnsteig wurde überdacht. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Bis 1880 hieß der Bahnhof Ratingen BM. Um 1883 waren weitere Gütergleise, ein Freiladegleis und Anschlussgleise zu den Firmen Balke-Dürr, zur Giesserei Wilhelm Pulch und einer Eisenhütte verlegt worden. Gegenüber dem Stationsgebäude entstanden mehrere Lagerplätze. 1897 erfolgte die Umbenennung in Ratingen Ost. 1962 baute die Deutsche Bundesbahn (DB) ein Weichenwärterhaus im südlichen Bahnhofsbereich. 1963 erhielt der nördliche Bahnhofskopf ein Stellwerksgebäude. Die Einführung des S-Bahnverkehrs 1967 zwischen Düsseldorf-Garath und Ratingen Ost brachte eine bedeutende Steigerung des Personenverkehrs mit sich. Dafür wurde der Hausbahnsteig durch einen Inselbahnsteig ersetzt. Die alten gusseisernen Dachstützen und Treppengeländer wurden auf dem neuen Bahnsteig wiederverwendet. Ein Personentunnel führte vom Stationsgebäude zum Inselbahnsteig. 1968 wurde die S-Bahnstrecke nach Essen verlängert. Die S-Bahn Linie S1 war die Erste in Nordrhein-Westfalen. 2002 wurde der Fahrkartenschalter geschlossen. Danach bezog ein Kiosk die Räume. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Stationsgebäude ist in einem guten Zustand und steht unter Denkmalschutz.
Ratingen um 1907
Bilder Ratingen Ost
Luftaufnahme
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Bahnstation Ratingen Ost

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