EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Remscheid-Güldenwerth von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Remscheid-Güldenwerth Bahnstation Remscheid-Güldenwerth
Bau und Streckeneröffnung Am 16. Juli 1897 eröffnete die Bergisch-Märkische Eisenbahn- Gesellschaft (BME) ihre 35,0 Kilometer lange Gesamtstrecke von Ohligs (heute Solingen Hbf) nach Wuppertal-Oberbarmen, wo es schon seit dem 1. September 1868 einen Anschluss an die Bahnstrecke von Elberfeld (heute Wuppertal Hbf) nach Dortmund gab. Zwischen Solingen und Remscheid war nur der Bahnhof Solingen-Schaberg vorgesehen. Erst nach vielen Eingaben an die Preußische Eisenbahndirektion wurde unter dem Namen Güldenwerth eine Bahnstation genehmigt. Sie lag hinter der Müngstener Brücke. Die Betriebsstelle Güldenwerth wurde am 1. August 1898 zunächst als Haltestelle mit einem Umfahrgleis versehen für den Personen- und Privatdepeschenverkehr feierlich in Betrieb genommen. Es gab zunächst eine provisorische Fahrkartenausgabe. Das Stationsgebäude wurde am 1. Oktober 1901 eröffnet. Es befand sich jedoch gegenüber den Gleise und damit auf der stadtabgewandten Seite. Aus betriebstechnischen Gründen wurde der Güterbahnhof an der Ortsseite gebaut. Dadurch mussten die Reisenden einen Umweg der unter einer Brücke am Bahndamm und dann weiter hinauf zum Stationsgebäude führte. Die Gleisanlage wurde ausgebaut. Dabei entstanden im Westen des Bahnhofs mehrere Ladegleise und ein Gleisanschluss zur Firma Caspar Hahn. Auf der Ortsseite entstanden ein Güterschuppen, eine Kopframpe und eine Ladestraße. Das Empfangsgebäude Remscheid-Güldenwerth Das kleinteilig gegliederte Stationsgebäude im typisch asymmetrischen Heimatstil ist als zweistöckiges Bauwerk in Seitenlage errichtet worden. Wobei das Obergeschoss mit der Gleiskante abschloss. Das Erdgeschoss war aus Werkstein errichtet worden und besaß einen rechteckigen, einstöckigen Anbau auf dem ein runder Turmanbau in dem sich das Treppenhaus zum Obergeschoss befand errichtet wurde. Das Obergeschoss und Dachgeschoss bestanden aus dekorativ verschiefertem Fachwerk. Im Erdgeschoss gab es Fahrkarten- und Gepäckschalter, einen Warteraum sowie eine Bahnhofsgaststätte. Im Obergeschoss gab es weitere Diensträume. Die Wohnung des Bahnhofsvorstehers lag im Dachgeschoss. Vom Erdgeschoss führte ein Personentunnel zum breiten und überdachten Inselbahnsteig. Die 14 paarweise angeordneten Gussstützen mit Tragwerk stützten das flache Satteldach. Sie waren in sieben Jochen (Abstand zwischen zwei Dachsparren) über die Gesamtlänge des Dachs verteilt. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Im Bahnhof wurden zwei Stellwerke errichtet, davon eins auf dem Inselbahnsteig. Im März 1972 wurde das verwahrloste Stationsgebäude abgerissen, was sicherlich auch auf die unglückliche Lage des Bahngebäudes zurückzuführen ist. 1973 riss die Deutsche Bundesbahn (DB) die Stellwerke ab. 2001 stellte die Stadt Remscheid die Bahnsteigüberdachung unter Denkmalschutz. Die Gleisanlage wurde auf ein Minimum reduziert. 2006 wurde der Personentunnel saniert und das Bahnsteigniveau angehoben. Dadurch sind die Säulenfüße der Überdachung nicht mehr sichtbar. Was hat sich verändert, was ist geblieben Der Personentunnel wurde nach ca. 120 Jahren bis zur Ortsseite verlängert.
Bahnhof um 1930
Luftaufnahme
Bilder Remscheid-Güldenwerth
Bahnhof um 1930 Planung und Konzession Der Müngstener Solingen Hbf Wuppertal Hbf